
Was ist überhaupt Sudoku?
Sudoku ist eines der bekanntesten und trendigsten Rätsel der Welt. Ähnlich wie bei den allgemein bekannten Kreuzworträtseln, bei denen es darum geht, eine begrenzte Anzahl von Fächern mit bestimmten Worten zu füllen, deren Buchstaben Bestandteil mehrerer Wörter sein können, geht es beim Sudoku darum, die Fächer mit bestimmten Ziffern zu füllen. Die Bezeichnung des Rätsels sagt es bereits. Das japanische Wort Sudoko bedeutet sinngemäß übersetzt, dass alle Ziffern nur einmal vorkommen dürfen. Gemeint sind die Zahlen 1 bis 9.
In der kleinsten klassischen Variante besteht ein Sudoku aus einem Block mit drei horizontalen, drei vertikalen sowie drei diagonalen Fächern. In jeder dieser geometrischen Grundrichtungen darf jede der Zahlen also nur einmal eingetragen werden. Gleichzeitig müssen in jedem Neunerblock ebenfalls alle der Zahlen zumindest einmal verwendet werden.
Die Ursprünge
Das Spiel wurde so konzipiert, dass eine Person alleine sich damit befassen kann. Sudoku wurde nicht etwa in Japan erfunden. Die Wurzeln der Sudoku-Rätsel reichen zurück bis in das 18. Jahrhundert. Die Grundlagen des Sudoku stammen von einem Schweizer Mathematiker namens Leon Euler, der zwischen 1707 und 1783 lebte. Er prägte den Begriff lateinische Quadrate für seine Form des Rätsels. Allerdings verwendete er keine Ziffern, sondern lateinische Buchstaben.
Mehr als hundert Jahre später, im Jahr 1892 brachte Le Siècle, eine französische Zeitung, regelmäßig ihre magisch teuflischen Quadrate heraus. Die Aufgabe bestand darin, die Zahlen so einzutragen, dass die Quersummen aller geometrischen Richtungen identisch sein würden. In dem Sinne waren die Rätsel seiner Zeit anfänglich eher mathematisch als auf Logik basierend. Das Regelwerk der Rätsel wurde noch verbessert, dennoch fanden diese wenig Anklang. Die Rätsel konnten sich nicht durchsetzen und verschwanden schließlich etwa zu Beginn des Ersten Weltkrieges.
Und wer hat Sudoku erfunden?
Im Jahr 1979 hat der pensionierte amerikanische Architekt Howard Garns sein Zahlenrätsel in der Rätselzeitschrift Dell – Pencil Puzzles and Word Games veröffentlicht, was so viel heißt wie Schreibrätsel und Wortspiele. Es trug die Bezeichnung Number Place. Da Garns die Rätsel ohne viel Aufsehen um seine Person publiziert hatte, konnte die Erfindung ihm viele Jahre nicht eindeutig zugeordnet werden. Howard Garns war damals bereits 74 Jahre alt.
Erst einige Jahre später zwischen 1984 bis 1986 wurde das Rätsel in Japan populär. Als es dort in einer Zeitschrift unter dem Namen Sudoku erschien, wurde es immer beliebter. Ein smarter Neuseeländer namens Wayne Gould schrieb eine Software, mithilfe derer er ganz einfach neue Sudoku-Rätsel generieren konnte. Diese bot er der berühmten britischen Tageszeitung London Times an. Seit 2004 druckt diese die Rätsel und bahnte den Weg für den internationalen Erfolg der Sudokus.
Im Jahr 2005 sprangen auch viele bedeutende Zeitungen in den europäischen Ländern wie in der Schweiz, in Österreich und schließlich auch in Deutschland auf den Zug auf. Die Bezeichnung Sudoku mag vielleicht eine in Japan regional geschützte Marke sein. Aber weil das Spielprinzip nicht urheberrechtlich geschützt werden kann, dürfen die Rätsel ohne Weiteres erstellt und weltweit publiziert werden.